Kolbe/Homann: Jugendberufsagentur flächendeckend in Sachsen auf den Weg bringen – „Wir wollen jedem jungen Menschen in Sachsen eine Perspektive geben“

Sächsische Delegation besucht Jugendberufsagentur in Hamburg

„Die Jugendberufsagentur in Hamburg gilt deutschlandweit als Referenzprojekt und wir sollten als Sachsen von den Besten lernen“, erklärten Sachsens SPD-Generalsekretärin Daniela Kolbe und der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Henning Homann, am Montag nach einem Besuch in Hamburg. „Die Zahl der Jugendlichen ohne Ausbildung ist seit Existenz der Jugendberufsagentur deutlich gesunken. Und die Jugendlichen nehmen die Angebote auch gern an.“

„Jede und Jeder wird in Sachsen gebraucht. Wir wollen deshalb allen jungen Menschen in Sachsen eine berufliche Perspektive geben. Das ist nicht nur eine Frage der Chancengleichheit, sondern auch der ökonomischen Vernunft“, so Daniela Kolbe weiter.

„Hamburg zeigt, was möglich ist, wenn Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Schulbehörden und Jugendämter an einem Strang ziehen“, sagte Henning Homann.
„Auch wir wollen alle jungen Menschen auf dem Schirm haben. Wir möchten, dass tatsächlich jeder in Sachsen eine Ausbildung oder ein Studium aufnimmt und dabei wenn nötig individuell unterstützt wird. Wer es beim ersten Mal nicht schafft, dem wollen wir eine zweite oder auch dritte Chance organisieren.“

„Die Idee der Jugendberufsagentur ist bereits in Sachsen angekommen“, so Henning Homann weiter. „Sie ist im Koalitionsvertrag verankert und in vielen Bezirken der Bundesagentur für Arbeit wurden bereits erste Schritte gemacht. Jetzt müssen wir unter dem Dach der Jugendberufsagenturen verschiedene Angebote zu bündeln, um sie mit Leben zu füllen.“

 

Hintergrund:
Die Jugendberufsagentur in Hamburg bündelt die Kompetenzen der Bezirksämter, des Jugendamtes und der Bundesagentur für Arbeit, um Jugendliche bei ihrem Weg in die Ausbildung, zum Studium und in den Arbeitsmarkt zu begleiten. Ziel ist es, dass allen unter 25-Jährigen mit ihren unterschiedlichen Fragen, Anliegen und Unterstützungsbedarfen auf dem Weg in die Arbeitswelt aus einer Hand geholfen werden kann.

Die Jugendberufsagentur ist einer der Schwerpunkte des Sachsenplans von SPD-Chef und Vize-Ministerpräsident Martin Dulig. Anfang 2018 soll ein Folgetreffen in Sachsen stattfinden, bei dem über konkrete Erfahrungen des Konzepts der Jugendberufsagentur in Flächenländern gesprochen werden soll.